FolkWorld #65 03/2018
© Walkin' T:-)M

Fusionary Latin Roots

Die multikulturelle Band El Flecha Negra, bestehend aus Musikern aus vier verschiedenen Ländern und beheimatet in Freiburg im Breisgau, ist für ihre energiegeladenen Bühnenshows und ihren ungewöhnlichen Latin-Mix bekannt. Der peruanische Bassist Christian Ovalle stand FolkWorld Rede und Antwort.

Wie fing es denn 2014 mit El Flecha Negra an?

El Flecha Negra
 
Cristian Kata Carrasco Chile; Vocals, Trompete
Tatán González Luis: Chile; Trompete
Christian Ovalle: Peru; Bass
Myron Manson: Deutschland; Gitarre
Denis Molina: Spain; Schlagzeug
Artist Video El Flecha Negra @ FROG

www.elflechanegra.com

2014 begann die Band als Trio mit Straßenmusik: Cristian Kata Carraso (Gitarre und Gesang), Lalo Abbadie (Kontrabass und Gesang), Tatán Gonzalez (Cajón und Gesang). Dabei ging es hauptsächlich darum, sich über Wasser zu halten. Bald fingen kleine Konzerte an und somit war ziemlich bald klar, dass man auch gerne größere Konzerte geben möchte, und deshalb begann man die Bühnenshows vorzubereiten und mehr Musiker dazuzuholen.

Wie seid ihr auf den Bandnamen gekommen? Und was bedeutet er eigentlich?

Es gab mehrere Optionen, doch letzten Endes wurde zu El Flecha Negra tendiert. Die Übersetzung bedeutet der schwarze Pfeil, jedoch ist Flecha Negra in diesem Fall ein Name. Flecha Negra ist eine erfundene mythische Person und gilt als Tribut für die Indigenen Süd- und Mittelamerikas. Flecha Negra wird durch die Songs zum Leben erweckt.

Ihr nennt euren Stil „Fusionary Latin Roots“. Was meint ihr damit?

Unsere Musik ist sehr vielfältig. Wir haben nicht einen konkreten Stil. Im Prinzip stammen fast alle Rhythmen aus dem Lateinamerikanischen. Es ist eine Mischung aus Cumbia, Reggae, zum Teil mit traditionellen Instrumenten wie Charango, Quena Gaita etc., und schnelleren Rhythmen. die dem Merengue oder Quartetazo ähnlich sind. Da natürlich alles von uns adaptiert ist, sehen wir es als eine Fusion, Mischung der Stile, wodurch sich dann ein eigener Sound entwickelt hat.

Es wird großen Wert auf traditionelle Instrumente und Musik gelegt und versucht, sie weiterhin in unserer Musik beizubehalten, ohne natürlich eine gewisse Moderne außen vorzulassen. Letzten Endes ist es ja vor allem Tanz- und Feiermusik. Wir denken, dass Fusionary Latin Roots unsere Musik ziemlich gut beschreibt.

El Flecha Negra, Tropikal Passport
»Geläufige Tanzstile Latein- amerikas wie Cumbia, Reggae und die Musik der peruanischen Anden verbin- det die Gruppe El Flecha Negra zu einem mit- reißenden Cocktail, der auf Festivals und in den Clubs Europas sicher kein Bein unbewegt lässt. Die im Schwarzwald beheimateten Musiker aus Chile, Peru, Spanien und Deutschland bringen die kulturelle Ausge- lassenheit der Karibik und Südamerikas gekonnt auf den Punkt.« (Karsten Rube)

El Flecha Negra "Tropikal Passport", Eigenverlag, 2017

Was hat sich auf dem neuen Album „Tropikal Passport“ gegenüber dem Debütalbum „Schwarzwald“ von 2015 verändert?

Es ist ein kraftvolleres Album geworden. Durch das Schlagzeug haben die Songs mehr Power. Bei „Schwarzwald“ war es noch ein etwas akustischerer Sound.

Ihr singt in Spanisch und Englisch. Worum geht es in euren Songs?

Sie handeln viel von Reisen, Freiheit und Völkerverständigung. Gerade in diesen Zeiten, z.B. Syrien und Mexiko, möchte man auch eine gewisse politische Botschaft geben.

Besteht die Aussicht, von euch auch mal einen deutschen Text zu hören?

Das könnte schon sein. Man weiß nie :-)

Was liegt denn nun nach der Album-Veröffentlichung an?

Im Moment sind wir noch bis Ende März auf unsere CD-Releasetour. Danach gibt es einen Monat Urlaub und ab Ende April fangen dann die Konzerte, Open Airs und Festivals an. Bis Ende Sommer sind wir dann damit beschäftigt.


Dank der PR-Agentur Soulfire Artists sind wir in der Lage, "Tropikal Passport"-CDs zu verlosen. Sendet einfach eine Email an raffle@folkworld.eu mit dem Betreff Win El Flecha Negra CD! Wir werden die glücklichen Gewinner im Mai/Juni benachrichtigen.



Photo Credits: (1)-(2) El Flecha Negra (unknown/website).


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